Wohin geht die Reise?
Die Kommandanten und deren Stellvertreter, die Instruktoren, der Verband und das ABS machen sich auf Initiative des Verbandes Gedanken zur Zukunft des Feuerwehrwesens. In einem ersten Workshop wurden die Anforderungen im Jahr 2020 aus Sicht der Feuerwehren (sog. Innensicht) erarbeitet. Wo steht die Feuerwehr im Rahmen des Bevölkerungsschutzes und welche Aufgaben hat diese zu bewältigen. Welche Mittel werden wir zur Verfügung haben? All diese Punkte wurden festgehalten.
Am 20.1.2012 folgte dann die Sicht von "Aussen". Wichtige Partner konnten den Feuerwehren Ihre Sicht im Jahr 2020 darlegen. Regierungsrat Hugo Quaderer präsentierte aus Sicht des Landes, ist doch die Feuerwehr ein wichtiges Standbein des gesamten Bevölkerungsschutzes, nicht nur in normalen Situationen, sondern auch in ausserordentlichen Lagen, bei denen in anderen Ländern jeweils die Armee ins Rampenlicht rückt. Wo ist das akzeptierte Risiko anzusetzen in Bezug auf die zur Verfügung stehenden Mittel?
Für die Vorsteher sprachen Bürgermeister Ewald Ospelt, die Vorsteher Daniel Hilti und Arthur Brunhart. Sie legten die Sichtweise der Gemeinde dar. Deutlich kam zum Vorschein, dass zwar mehr Aufgaben anstehen, aber weniger Mittel in Zukunft zur Verfügung seien. Daniel Hilti hob auch die die Verschiebung in der Alterstruktur nach hinten hervor, die Gesellschaft müsse sich auf demographische Veränderungen einrichten. Jeder Referent musste auch darlegen, was er nach einem Anruf an die Nummer 118 erwarte.
Die Sicht der Versicherungen legte Martin Wüthrich dar. Deutlich zeigte er die Schadenskosten der Gebäudeversicherungen und appellierte an die Feuerwehren, dass die Folgeschäden durch gute Ausbildung in Grenzen gehalten werden sollten. Erschreckend war, dass Prognosen zeigen, dass im Jahr 2050 die jährliche weltweite Schadensumme das Bruttosozialprodukt der Erde übersteigen werden.
Beat Müller von der Feuerwehrkoordination Schweiz zeigte den Weg und das Leitbild 2015 des Schweizerischen Feuerwehrwesens.
Die Liechtensteiner Feuerwehren fassten die Referate anschliessend zusammen und verglichen diese mit der Innensicht. Daraus soll nun die Vision 2020 entstehen.

Im Bild der Landeskommandant Matthäus Hoop, Erich Zehnder (IPV Zug), Bürgermeister Ewald Ospelt, Regierungsrat Hugo Quaderer, Vorsteher Daniel Hilti, Landtagspräsident und Vorsteher Arthur Brunhart, Präsident der Instruktoren und Stützpunktkommandant Martin Konrad.